Die Teezubereitung ist oftmals nicht einfach und erfordert etwas Fingerspitzengefühl und Erfahrung. Wir zeigen euch heute fünf typische Fehler bei der Teezubereitung und sagen euch, wie ihr sie vermeiden könnt!

Fehler bei der Teezubereitung
Unser organisch angebauter Harendong Oolong von der Insel Java

#1: Den Teeblättern zu wenig Platz geben

Es gibt viele Möglichkeiten, Tee zuzubereiten. Ein häufiger Fehler bei der Teezubereitung ist es, ein zu kleines “Tee-Ei” zu verwenden. Das Tee-Ei gibt es in vielen verschiedenen Formen und Variationen. Aber alle haben sie gemein, dass sie eine runde, verschließbare Siebkugel sind, in die man Tee einfüllen und aufgießen kann. Das Problem dabei: Die Tee-Eier sind meistens viel zu klein und bieten den Teeblättern keinerlei Platz um sich ordentlich zu entfalten. Die eingeengten Teeblätter können nur schlecht ihr Aroma abgeben. Das Resultat ist ein fader, unaromatischer und zu leichter Tee.

Besser ist es, den Tee in einem großen Filter oder einem Kännchen im Gong Fu Stil zuzubereiten. Hier haben die Blätter genug Platz um dir köstliches Aroma an das Wasser abzugeben.

#2: Zu viel / zu wenig Tee verwenden

Auch bei der Dosierung des Tees werden oft kritische Fehler begangen. Dabei ist die Dosierung je nach Teesorte immer ein kleines bisschen unterschiedlich. Die Intensität und die jeweiligen Eigenschaften der Teesorte muss beachtet werden und die Dosierung dementsprechend angepasst werden.

Es ist nicht notwendig, seinen Tee vor der Zubereitung penibel auf den Gramm abzuwiegen und immer die gleiche Menge zu verwenden. Viel wichtiger finden wir es, wenn neue Teetrinker mutig genug sind, mit der Dosierung herumzuspielen um ihren sweet spot zu finden, statt immer in den selben Mustern zu verharren.

Um euch aber einen groben Eindruck zu geben, wie ihr am besten welche Teesorte aufgießt, orientiert euch gerne an folgenden Richtlinien:

  • Je größer die Teeblätter, desto mehr vergibt euch der Tee eine zu hohe oder niedrige Dosierung. Je größer das Teeblätt desto weniger Oberfläche kommt mit dem Wasser in Berührung. Die Blätter geben tendenziell weniger Bitterstoffe ab und ergeben einen weicheren und runderen Tee.
  • Teesorten mit einem kleinen, bröseligen Blatt (wie English Breakfast oder Darjeeling) kann man dagegen schnell überdosieren. Die Stoffe aus dem Teeblatt werden schnell extrahiert und Bitterstoffe landen schnell im Wasser. Hier ist Vorsicht geboten!

 

#3: Zu hartes Wasser verwenden

Deutschland hat eine wirklich hervorragende Trinkwasserversorgung! Egal wo man sich in der Bundesrepublik befindet, an den allermeisten Orten findet man genießbares und sauberes Trinkwasser vor. E,in Luxus, welcher leider nicht überall auf der Welt gegeben ist.

Als Trinkwasser und Durstlöscher eignet sich das Leitungswasser in Deutschland natürlich super, aber um Tee aufzugießen eignet es sich oftmals leider nicht. Das liegt nicht daran, dass das Wasser schlecht ist. Es liegt viel mehr an seiner Zusammensetzung, besser gesagt: an seiner Wasserhärte. Denn in vielen Städten ist das Wasser sehr hart, hat also einen hohen Kalkanteil. EIn weiterer Fehler bei der Teezubereitung ist es also, zu hartes Wasser beim aufbrühen zu verwenden.

Das Kalk im Wasser ist nicht gefährlich, es besteht schließlich nur aus Calcium und Magnesium, es ist aber besonders schlecht für die Teezubereitung. Das Kalt bindet Aromastoffe im Tee und macht den Tee fade und langweilig. Auch bildet sich beim zu kalkhaltigem Wasser eine feine Haut auf der Oberfläche des Tees – nicht schön!

Für eine exzellente Tasse Tee ist es daher essenziell, weiches und kalkarmes Wasser zu verwenden. Dafür eignen sich besonders gut ein Tischwasserfilter oder Omkehr-Osmoseanlagen direkt in der Spüle. Auf den Liter heruntergerechnet kostet das Filtern des Wassers so nur ein paar Cent. Wasser aus der Flasche zu nehmen geht natürlich auch, ist meistens aber mit höheren Kosten und mehr Aufwand verbunden. Oder ihr habt Glück und das Wasser in eurer Region ist schon weich.

5 typische Fehler bei der Teezubereitung 1

#4: Zu wenig Experimentierfreude

Ein weiterer typischer Fehler bei der Teezubereitung. Denn es gibt nicht den EINEN Weg, eine gute Tasse Tee zu bereiten. Auf dem Pfad des Teegenusses ist es gut, herumzuexperimentieren und herauszufinden, welche Art der Teezubereitung die richte für einen ist. Natürlich ist es gut, Richtlinien einzuhalten wenn man gar keinen Plan hat. Aber wenn ihr grob wisst, was ihr wollt, sollte dies euch nicht davon abhalten, selber zu experimentieren.

So gilt allgemein die Faustregel, man soll schwarzen Tee mit kochend heißem Wasser aufgießen und circa 2 Minuten ziehen lassen. Meinen Darjeeling First Flush gieße ich trotzdem lieber bei 85 Grad Celsius auf und lasse den Tee stolze 10 Minuten ziehen. Manche finden das scheußlich, mir gefällt’s. Ist das jetzt nun die richtige oder falsche Art, Tee zu trinken? Nein, ich mag es einfach nur etwas kräftiger und so gieße ich halt meinen Darjeeling auf. Ich kann aber verstehen, wenn manchen der Tee so nicht schmeckt.

Deshalb seit mutig. Spielt ruhig mit Wassertemperatur, Dosierung oder Ziehzeit herum. Benutzt unterschiedliche Aufgussmethoden oder Zubereitungsempfehlungen. Denn nur so könnt ihr der Tasse Tee auf die spur kommen, welche genau die richtige für euch ist!

 

#5: Keine hochwertigen Teeblätter verwenden

Ein klassischer Fehler bei der Teezubereitung, der schon unzählige Teestunden versaut hat. Selbst wenn man all die obrigen Empfehlungen einhält und den Tee wie ein 80 Jahre alter chinesischer Teemeister zubereitet, nur das beste Wasser und die edelsten Teekannen verwendet: all dies bringt nichts, wenn man nicht halbwegs vernünftige Teeblätter verwendet. Es muss sich natürlich auch nicht um das super feine Zeug handeln, aber einen guten, leckeren Tee erhält man oft für ein paar Euros aufpreis.

Übrigens: einen Beitrag, warum teure Tees ihr Geld oft doch wert sind haben wir HIER bereits für euch geschrieben.

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