Worauf kommt es eigentlich bei der Zubereitung von schwarzem Tee an? Hier bei den Friends of Tea erfährst Du alles, was Du für dein perfektes Schwarztee-Erlebnis brauchst!

Für einen köstlichen Tee sind drei Dinge essentiell: die Teeblätter, das Wasser und am allerwichtigsten, Du selbst! Denn für deinen perfekten Tee musst Du Menge, Ziehzeit und natürlich auch die Wassertemperatur im Auge behalten.

Die perfekte Menge

Bei kräftigen Sorten wie Assam sind 12 g Tee pro Liter Wasser eine ideale Menge. Magst Du Deinen Tee lieber etwas weicher, dann probiere es doch mal mit 10 g Tee aus!

Besonders hochwertige Schwarztees kannst Du auch mit der chinesischen Gong Fu Cha Methode zubereiten, wofür Du am besten einen chinesischen Gaiwan oder ein kleines Tonkännchen nimmst. Für die Dosierung beim Gong Fu Cha empfehlen wir dir 4g Schwarzteeblätter auf 100 ml Wasser. Besonders geeignet dafür ist unser Imperial Black!

Imperial Black tea from Nepal
Unser Imperial Black Schwarztee aus Nepal

Die ideale Ziehzeit von schwarzem Tee

Viele Schwarztees leiden häufig unter dem Problem, dass sie bei zu langer Ziehzeit extrem bitter werden. Unsere Schwarztees sind durch ihre liebevolle Herstellung eher weich und enthalten wenig Bitterstoffe, weshalb wir unseren Tee gerne etwas länger ziehen lassen. Als Faustregel sollten 3 Minuten für die meisten Tees ideal sein. Du magst es doch lieber etwas weicher? Dann geh mit der Ziehzeit auf 2 oder gar 1 Minute herunter, so erhältst Du ein angenehmeres Getränk, welches lieblicher und weicher ist.

Je nachdem, wie Du deinen Schwarztee gerne magst, kannst Du dich an diesen Ziehzeiten orientieren:

  • 4 Minuten sehr kräftig, intensiv
  • 3 Minuten eher stärker
  • 2 Minuten ausgewogen und balanciert
  • 1 Minute sanft und zart, sehr delikat, dünn

Die richtige Temperatur für schwarzen Tee

Jetzt geht’s heiß zu Sache! Selbst wenn Du eher der coole Typ bist, ist es am besten, wenn Du Deinen schwarzen Tee mit kochend heißem Wasser aufgießt. So bekommst Du alles aus den gehaltvollen Teeblättern heraus.

Bei manchen Schwarzetees kann es sich allerdings auch lohnen, eine niedrigere Wassertemperatur zu verwenden. Besonders bei fruchtigen Schwarztees oder besonders bitteren Sorten kann sich eine niedrigere Wassertemperatur lohnen. Hier empfiehlt sich eine Temperatur von 80-90 Grad Celsius.

Tee Produktion Darjeeling Schwarztee Glenburn
Darjeeling First Flush, der Champagner unter den Tees.

Welche schwarzen Tees gibt es?

Vielen ist Schwarzer Tee schlicht zu bitter oder zu stark. Aber das muss nicht sein. Denn das dunkle Getränk aus Asien kann auch eine ganz andere, zarte Seite haben. Maßgeblich für den Geschmack ist nämlich die Herkunft des Tees.

Schwarze Tees aus Indien oder Sri Lanka (Ceylon) sind meistens intensiv und kräftig. Besonders Tee aus Assam hat es ordentlich in sich. Die Teepflanzen in Assam oder Sri Lanka sind meistens nämlich sehr robust und ergeben ein rassiges und starkes Getränk. Zudem sind die Teeblätter dieser Sorte oft sehr klein und fein. Da Teeblatt hat mehr Oberfläche und gibt so schneller Bitterstoffe an das Wasser ab.

Chinesische Schwarztees aus China sind da schon wesentlich milder und sanfter. Eine Klassiker unter den chinesischen Schwarztees ist der Keemun: ein intensiver, schokoladiger Tee mit wenig Bitterkeit. Fun fact: Schwarzer Tee wird in China als hong cha bezeichnet, was wörtlich übersetzt “roter Tee” bedeutet. Das kommt daher, dass die meisten Schwarztees eine eher rötliche Tassenfarbe besitzen. Von den restlichen Chinesischen Schwarztees abzugrenzen sind die Tees aus Yunnan, welche einen ganz eigenen Charakter haben.

Auch in Japan wird seit kurzem Schwarzer Tee hergestellt. Eigentlich ist das Land der Aufgehenden Sonne eher für seine Grüntees bekannt. Allerdings experimentieren einige Teefarmen mittlerweile mit der Produktion von Schwarzem Tee herum. Mit großem Erfolg. Japanischer Schwarztee ist zwar immer noch eine kleine Rarität, aber wer weiß, vielleicht ist schwarzer Tee ja bald das next big thing.

Hier eine kleine Tabelle mit bekannten Schwartees und ihren Charakteristika.

Assam Sehr kräftig, malzig
Ceylon Mittelkräftig bis stark, leichte Zitrusnoten
Darjeeling Blumig und weich, leicht
China Schwarztee Meistens intensiv mit wenig Bitterstoffen
Yunnan Schwarztee Kräfiger, zwischen Assam und China Schwarztee
Japan Schwarztee Smooth, weich, exotisch

Milch, Zucker oder Zitrone – erlaubt oder ein faux pas

Viele Teetrinker genießen ihren Tee gerne mit einem Schuss Milch, etwas Zitrone oder geben einen Löffel Zucker oder Honig hinzu. Seinen Ursprung hat dies bei den Briten. Diese trinken gerne äußerst kräftige und intensive Schwarztees, welche oft ordentlich bitter ausfallen können. Eine Zugabe wie Milch mach die Bitterkeit wesentlich erträglicher.

Bei vielen Teeprofis ist das zusetzen von Milch oder Zitrone mehr als verpönt. Schließlich soll der Tee alleinstehend mit all seinen Nuancen und Aromen wahrgenommen werden. Wir finden aber: erlaubt ist, was schmeckt! Natürlich kann man aus einem Tee mehr herausschmecken, wenn man ihn pur trinkt. Milch, Honig oder Ähnliches hinzuzugeben ist aber keineswegs schlimm. Geschmäcker sind etwas rein subjektives und wenn man seinen Tee gerne so trinkt ist daran absolut nichts schlimm. 🙂

 

Aufbewahrung von Schwarztee

Es gibt vier Dinge, die es bei der Lagerung von Schwarzem Tee zu vermeiden gibt: Licht, Wärme, Feuchtigkeit und zu viel Luft. Tee sollte deshalb nicht in Glasbehältern gelagert werden. Durch die Sonnenstrahlen verblassen die Teeblätter nämlich und das Aroma verfliegt. Auch sollten die Blätter luftdicht verpackt sein, idealerweise in einer wieder verschließbaren Tüte oder einer dichten Teedose. Auch vor Feuchtigkeit sollte das Produkt geschützt bleiben.

 

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