Oolong Tee


Der kleine Exot unter den Teesorten, welcher bei Teeliebhabern auf der ganzen Welt immer beliebter wird! Was wunderbar vielseitige Getränk aus Asien begeistert mit seiner Tiefe und Komplexität und ist etwas für den besonderen Moment. Über die Herkunft, Geschichte und Sortenvielfalt dieses außergewöhnlichen Getränk erzählen dir die Friends of Tea hier mehr!

Oolong - das vielseitige Getränk aus dem fernen Osten.

Für viele ist Oolong noch nicht wirklich ein Begriff. Wir wollen das ändern und zeigen euch mehr über die Herstellung, die Vielfalt und die richtige Zubereitung von Spitzentees aus Taiwan, China und Indonesien!

Ernte & Herstellung

Die Teeherstellung ist ein traditionsreiches Handwerk. Folge uns auf die Teefelder Asiens und erfahre mehr über die Herstellung von Oolong Tee!

Ernte und Herstellung

Oolong Tee Vielfalt

Von dunkel und kräftig bis lieblich und zart: kaum eine Teesorte hat eine so immense Vielfalt viel Oolong Tee. Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich Tee doch sein kann!

Entdecke die verschiedenen Sorten

Die richtige Zubereitung

Die Kunst, Tee aufzugießen will gelernt sein. Hier erfährst Du, wie Du alles aus deinen vitalen Teeblättern herauskitzelst und erhältst wertvolle Tipps für die Zubereitung!

Zur Zubereitung von grünem Tee

"Man trinkt Tee, um den Lärm der Welt zu vergessen."


T'ien Yiheng

Alles was du wissen musst

Herstellung und Verarbeitung von Oolong Tees

Als Oolong bezeichnet man allgemein Tee aus den Blättern der Teepflanze Camellia Sinensis, welcher nur teilweise einer Oxidation unterzogen wurde. Je nach Sorte beträgt der Oxidationsgrad 5-85%. Es gibt Oolong welcher eher einen grünliches oder eher ein dunkleres Geschmacksprofil besitzt. Oftmals werden Oolongs geröstet, um dem Tee Tiefgang und Komplexität zu verleihen.

Seinen Ursprung hat der Oolong Tee in der Provinz Fujian in China. Im Wuyi-Gebrige dieser Provinz gibt es seit Jahrhunderten eine lebhafte und vielseitige Teekultur. Wie genau Oolong Tee entstanden ist, wurde leider nicht überliefert. Wahrscheinlich haben einige mutige Teefarmer mit verschiedenen Oxidationsmethoden experimentiert oder ihren Tee schlicht aus Versehen vergessen, sodass sich die Teeblätter leicht verfärbten. Auf Mandarin bedeutet Oolong (乌龙茶) so viel wie „schwarzer Drache“, eine Anspielung auf das oft schwarze und leicht gedrehte Blatt vieler Oolong Tees.

Aus China hat der Oolong seinen weg aber auch auf die wunderschöne Insel Taiwan geschafft. Obwohl Taiwan im Vergleich zu China geradezu winzig erscheint, gibt es unzählige verschiedene Variationen und Ausprägungen taiwanesischer Sorten. Taiwan Oolongs zählen zu den hochwertigsten und edelsten Tees auf der Welt! Besonders die auf bis zu 2800 Meter wachsenden High Mountain Oolongs haben es geschafft, sich mit ihrem floralen und süßen Geschmack einen Weg in die Herzen der Teeliebhaber dieser Welt zu bahnen!

Auch die Art und Weise, wie man Oolong Tee genießt, ist etwas ganz Besonderes! In den 1980er Jahren wurde in Taiwan das Gong Fu Cha als Weiterentwicklung der ursprünglichen Teezeremonie erfunden. Beim Gong Fu Cha benutzt man kleine Aufgussgefäße und eine relativ hohe Menge an Teeblättern, um so aus den wertvollen Blättern möglichst viele Aufgüsse zu bekommen. Dabei verändert sich der Geschmack des Tees von Aufguss zu Aufguss und man kann den Oolong mit all seinen Facetten erleben. Als Zeichen der Wertschätzung dem Getränk gegenüber trinkt man dabei aus kleinen Teeschalen, ähnlich wie man auch einen exquisiten Wein oder Whisky nicht aus einem riesigen Krug konsumieren würde.

Eine große Vielfalt

Die verschiedenen Oolong Sorten

Bekannte und geschätzte Oolong Sorten im Überblick!

In China, dem Ursprungland des Oolong Tees, hat sich über die Jahrhunderte viele verschiedene Arten und Stile dieser interessanten Teesorte entwickelt. Aus dem Wuyi Gebirge, wo der Oolong entstand, stammen die berühmten Yancha oder auch Felsentees. Die bezeichnung als „Felsentee“ kommt daher, weil die Teesträucher im Wuyi Gebirge auf felsigen und gesteinshaltigen Böden mit vielen Mineralien wachsen. Zu den berühmtesten Wuyi Tees zählt der Da Hong Pao (大紅袍, dt. „große rote Robe“), der Tie Luo Hao ( 铁罗汉 dt. „eiserner Kriegsmönch“), der Bai Ji Guan (白雞冠, dt. „weißer Hahnenkamm“) und der Shui Jin Gui (水金龜, dt. „goldene Meeresschildkröte“)

Aber auch in anderen chinesischen Provinzen werden hervorragende Oolong-Qualitäten hergestellt. Aus Guangdong stammt zum Beispiel der berühmte Dan Cong Tee aus den Pheonix Bergen. Dan Cong 单枞 bedeutet so viel wie „induvidueller Strauch“, was den Hintergrund hat, dass der Tee früher von großen, individuellen Teebäumen gepflückt wurde, welche man nicht zurückschnitt. Da die Teepflanzen damals auch noch mit Samen vermehrt wurden und nicht durch Setzlinge, hatte jede Pflanze andere genetische Merkmale und einen ganz eigenen und individuellen Charakter.

Werfen wir mal einen Blick in das unweit von China liegende Taiwan, welches für seine legendären Oolong Tees auf der ganzen Welt bekannt ist. Hier wachsen hoch in den Bergen die berühmten High Mountain Oolongs. Diese im Hochland wachsenden Sorten werden meist nach dem Berg benannt auf dem sie angebaut werden. Zu den populärsten Bergen für den Teeanbau zählen die Berge Lishan, Alishan, Shan Lin Xi oder Da Yu ling. Diese Tees wachsen auf bis zu 2800 Metern über den Meeresspiegel. Durch die Höhe befindet sich weniger Sauerstoff in der Luft, was für ein langsameres Wachstum der Teepflanzen sorgt. Wachsen die Pflanzen langsamer, bildet sich ein feines und florales Aroma in den Teeblättern und der Tee wird weicher und runder.

Aber auch in den niedrig liegenden Gebieten Taiwan wachsen hervorragende Teesorten wie Baozhong, ein leicht oxiderter Oolong mit gedrehtem Blatt, sowie der von Zikaden gebissene Oriental Beauty. Der Oriental Beauty Tee soll seinen Namen von der Queen Elizabeth II. bekommen haben, welche bei dem verköstigen dieses Tee gefragt haben soll „what ist the name of this oriental beauty?“. Ob man diesem Mythos glauben mag, oder ob es sich dabei nicht vielleicht um eine Anekdote listiger taiwanesische Kaufleute handelt, ist natürlich jedem selbst überlassen. 😉

Bei all diesen berühmten Tees wollen wir aber auch die Newcomer in der Welt des Tees nicht außer Acht lassen! Länder wie Thailand oder Indonesien sind zwar nicht wirklich für ihre Teekultur bekannt, dennoch bringen diese Regionen hin und wieder das ein oder andere Schätzchen hervor. Auf der Insel Java im Harendong Tee Garten wachsen zum Beispiel fantastische Oolong Tees, welche sind vor den großen Namen aus China und Taiwan keineswegs verstecken brauchen!

Die Details machen den Unterschied

Die richtige Zubereitung von Oolong Tee

Für eine perfekte Tasse Tee ist nicht nur wichtig, welchen Tee Du verwendest, sondern auch wie der Tee zubereitet wird. Deshalb haben wir dir unten einen Guideline aufgeschrieben, mit der Du dich an Temperatur, Menge und Ziehzeit orientieren kannst!

Die richtige Temperatur

Bei der richtigen Aufgusstemperatur für Oolong kommt es darauf an, ob es sich bei dem Tee um einen dunklen oder einen hellen Oolong handelt.

Dunklen Oolong kannst Du ruhig mit kochend heißem Wasser aufgießen, da diese Tees die hohe Temperatur Problemlos vertragen.

Helle Oolongs sollten am besten mit 80-90 Grad heißem Wasser aufgegossen werden. So bleiben die floralen und süßen Geschmacksnoten bestens erhalten!

Die richtige Menge

Für einen Liter Wasser solltest Du 12 Gramm Teeblätter verwenden . Wenn Du eher ein Freund des leichten Geschmacks bist kannst Du die Menge auch ruhig auf 10 g oder sogar 8 g reduzieren! Alternativ kannst Du Oolong aber auch stärker dosieren und in einer kleinen Kanne nach traditionell asiatischer Methode zubereiten. 3 g Teeblätter auf 100 ml Wasser sind dafür ideal!

Die optimale Ziehzeit

Aus besonders hochwertigen oolong Tees kannst Du meist mehr als nur einen Aufguss zubereiten.Für den ersten Aufguss sollte die Brühzeit ungefähr 2 Minuten betragen, mit jedem weitern Aufguss sollte die Ziehzeit um jeweils eine Minute verlängert werden.

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