Schwarzer Tee


Schwarzer Tee – ob kräftig malzig oder fruchtig süß, die bekannte Teesorte hat mehr zu bieten als man denkt. Schwarzer Tee ist eine der bekanntesten Teesorten und erfreut sich selbst in der Kaffeenation Deutschland einer großen Beliebtheit. Aber woran liegt das eigentlich? Die Friends of Tea gehen dem schwarzen Tee auf die Spur!

Schwarzer Tee - der beliebte Klassiker!

Wer kennt ihn nicht, den schwarzen Tee? Hinter dem Klassiker steckt mehr, als man erst mal vermuten mag. Neben kräftigen und würzigen gibt es auch ganz liebliche und dezente schwarze Tees. Hier erfährst Du mehr über die Herstellung, Sortenvielfalt und Zubereitungsmethode zu Schwarztee!

Ernte & Herstellung

Schwarzen Tee herzustellen ist gar nicht mal so einfach! Wir nehmen dich mit auf die Teefelder des Himalayas und erzählen dir viel Interessantes über die liebevolle Herstellung und Veredelung dieser tollen Teesorte!

Ernte und Herstellung

Schwarzer Tee Vielfalt

Beim Earl Grey und Assam hört der Spaß noch lange nicht auf, denn die Teewelt ist groß und es gibt unglaublich viele faszinierende Teesorten zu entdecken! Von kräftig-würzig bis hin zu lieblich und dezent ist alles dabei!

Entdecke die verschiedenen Sorten

Die richtige Zubereitung

Für alle, die schon ewig auf ein "Teezubereiten für Dummies" warten - we got your back! Die Friends of Tea zeigen dir, worauf Du bei der Teezubereitung achten musst und wie Du dein perfektes Teeerlebnis bekommst!

Zur Zubereitung von grünem Tee

“Tee weckt den guten Geist und weise Gedanken. Er erfrischt das Gemüt. Bist du niedergeschlagen, so wird Tee dich ermuntern.“


-Shen Nung

Alles was du wissen musst

Ernte und Verarbeitung von schwarzem Tee

Schwarzer Tee besteht aus den vollständig oxidierten Blättern der Teepflanze Camellia Sinensis. Durch den Oxidationsprozess nehmen die Blätter eine bräunliche Farbe an und erhalten ein angenehmeres und weniger bitteres Geschmacksprofil. Schwarzer Tee gilt in Deutschland als die am häufigsten konsumierte Teesorte überhaupt.

Besonders die Ostfriesen sind für ihren intensiven Konsum des fernöstlichen Heißgetränks und ihre Teestündchen bekannt. Seinen Ursprung hat der schwarze Tee allerding in China. Im Reich der Mitte wird bis heute noch hauptsächlich der grüne Tee getrunken und schwarzer Tee ist in der langen chinesischen Teegeschichte tatsächlich noch ein vergleichsweise junges Phänomen.

Einer Legende nach heißt es, schwarzer Tee wurde zum ersten Mal in der Provinz Fujian hergestellt. Während der Teeernte soll ein kleines Dorf von feindlichen Soldaten angegriffen worden sein, worauf hin die Dorfbewohner die gepflückten Teeblätter liegen ließen und flohen. Nachdem sie zurückkamen, fanden sie die nun vollständig oxidierten Teeblätter vor. Einmal aufgegossen stellte sich heraus, dass die dunkeln Blätter ein köstliches Getränk ergaben: der schwarze Tee war geboren!

Von diesem erstklassig schmeckenden Getränk bekamen die Briten früher oder später auch mit und nach einer Weile konnten sie gar nicht genug davon bekommen. Allerdings hüteten die Chinesen ihren Tee wie einen Schatz und gaben das wertvolle Produkt nicht einfach so heraus. Um den Handel mit den Chinesen zu vereinfachen, gründeten die Briten wenig später die Kolonie Hong Kong, wo auch heute noch Tee in großen Mengen gehandelt wird.

Trotzdem wollten die Briten unabhängig vom chinesischen Teemarkt werden und fanden im Norden Indiens die Lösung für ihr Problem: in der nordindischen Region Assam fand man Teesträucher der Varietät Camellia Sinensis Var. Assamica. Indien stellte sich also als ideales Gebiet für die Teeproduktion heraus. Heutzutage ist die Region Assam das größte zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt und bekannt für seine kräftig-würzigen Schwarztees. Aus dem benachbarten Darjeeling an der Grenze zum Himalaya stammen exquisite Spitzentees, welche auf der Welt den Ruf haben, mit zu den besten Tees der Welt zu gehören.

Eine große Vielfalt

Die verschiedenen Schwarztee Sorten

Bei den indischen Tees gehören die Sorten Darjeeling und Assam zu den berühmtesten Anbaugebieten. In Indien werden die Tees nach dem Zeitpunkt ihrer Pflückung kategorisiert. Allgemein unterscheidet man hier zwischen dem First Flush, welche im Frühjahr geerntet werden, und dem Second Flush, welche im Sommer produziert werden. Darjeeling ist besonders für seinen frischen und floralen First Flush bekannt, wohingegen Assam mit seinem kräftig-malzigen Second Flush Punkten kann

Aber auch im Süden Indiens und in Sri Lanka wird eine große Menge Schwarztee produziert. Die Sorten aus dieser Region sind meistens eher von minderer Qualität und in Südindien und Sri Lanka wird viel Tee für die Beuteltees produziert. Hin und wieder lassen sich aber auch aus diesen Regionen hervorragende Blatttees finden, welche mit einem spritzigen und leicht zitronigen Charakter überzeugen

Als Newcomer in der Teewelt produziert auch das kleine Nepal mittlerweile Tees, welche sich vor hochwertigen Sorten aus China oder Indien keineswegs verstecken brauchen. Das Klima in der Himalaya Region ist für den Teeanbau ideal und wir von den Friends of Tea freuen und immer neue Sorten auf dem kleinen Land entdecken zu können.

Was wir im Westen als schwarzen Tee bezeichnen, ist für die Chinesen grundsätzlich etwas ganz anderes als für uns. Da der schwarze Tee meistens eine röte Tassenfarbe hat, bezeichnen die Chinesen diesen Tee als Hong Cha 红茶, was übersetzt einfach nur „roter Tee“ bedeutet. Unter schwarzem Tee, oder Hei Cha 黑茶, verstehen die Chinesen den PuErh Tee, welcher oft eine dunkle schwarze Tassenfarbe besitzt.

Die bekanntesten „roten Tees“ aus China sind der Keemun, welcher einen fruchtigen und schokoladigen Geschmack hat, oder der Lapsang Souchong, welcher über Buchenholz geräuchert wurde und vom Aroma an Schwarzwälder Schinken oder Räucherlachs erinnert. Aus der südlichen Region Yunnan stammt der wunderbar goldige Dian Hong. Dieser wird aus vielen fluffigen Blattknospen produziert, welche bei dem Oxidierungsprozess eine goldene Farbe annehmen.

Auch in Japan, dem Land der aufgehenden Sonne, wird eine geringe Menge Schwarztee produziert. Das sonst für Grüntee bekannte Land versucht in den letzten Jahren verstärkt, mit neuen und ausgefallenen Teesorten die jungen Japaner wieder für Tee zu begeistern. Der Ko-cha, wie die Japaner den schwarzen Tee nennen, ist mild, süß und weich im Geschmack. Wir finden, dass die Japaner noch etwas Übung bei dieser neuen Teesorte brauchen, aber wer weiß, vielleicht ist schwarzer Tee in ein paar Jahren mal der große Hit!?

Die Details machen den Unterschied

Die richtige Zubereitung von schwarzen Tee

Hier erfährst Du, worauf Du bei der Zubereitung alles Acht geben muss! Bezüglich der Wassertemperatur ist schwarzer Tee weniger empfindlich, aber auf die Dosierung und die Ziehzeit muss immer noch stark geachtet werden. Unten erfährst Du mehr!

Die richtige Temperatur

Wenn es um die Temperatur geht, macht es dir de schwarze Tee einfach - kochend heißes Wasser ist hier perfekt. Denn durch den Oxidationsprozess des Schwarzetees befinden sich weniger Bitterstoffe in den Teeblättern, weshalb er hohe Temperaturen besser vertragen kann als zum Beispiel grüner Tee.

Die richtige Menge

Für schwarzen Tee solltest Du um die 12 g Teeblätter pro Liter Wasser verwenden. Freunde des leichten Geschmacks können es auch mal mit 10 g pro Liter versuchen, besonders bei blumigen Schwarztees klappt dies ganz hervorragend!

Die optimale Ziehzeit

Schwarzer Tee ist zwar weniger empfindlich gegen hohe Temperaturen, all zu lange sollte er aber nicht ziehen. Eine Ziehzeit von 2-3 Minuten ist natürlich ideal. Wenn ihr es richtig kräftig mögt dann versucht mal, den Tee 5 Minuten lang ziehen zu lassen. Aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt...

Wissenswertes zu grünem Tee

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