Matcha zählt zu den edelsten japanischen Grüntees überhaupt. Der pulverförmige Tee ist überaus aufwendig herzustellen und gehört zu den hochwertigsten Teesorten der Welt!

Matcha 抹茶 ist japanisch und bedeutet auf Deutsch “gemahlener Tee”. Der Begriff beschreibt ein gemahlenes Grüntee-Pulver welches aus Japan kommt. Matcha wird nicht wie andere Teesorten aufgegossen, sondern einfach mit Wasser vermischt und getrunken. Dabei wird das gesamte Teeblatt konsumiert. Matcha hat viel Koffein und wird als angenehmer Wachmacher genutzt. Das edle Pulver wird auch besonders gerne bei der berühmten japanischen Teezeremonie verwendet.

 

Matcha Tee pulver Zubereitung
Matcha Tee bei der Zubereitung

Geschichte von Matcha

Der Ursprung von Matcha liegt eigentlich in China. Hier war es während der “Ära des Pulvertees” üblich, alle Teesorten zu einem Pulver zu vermahlen und anschließend aufzugießen. Das vermahlen der Teeblätter ist in China mittlerweile in Vergessenheit geraden. Glücklicherweise brachte der japanische Mönch Eisai im 12. Jahrhundert Teepflanzen mit nach Japan. Zudem überlieferte er das chinesische Wissen um die Teeproduktion.

Die Japaner nahmen dieses Wissen auf und brachten es über die Jahrhunderte hinweg zur Perfektion. Wegen seiner aufwendigen Herstellung war das edle Getränk lange Zeit fast ausschließlich den Reichen und Mächtigen im Land vorbehalten. Es wurde zu besonderen Anlässen und religiösen Zeremonien getrunken. Diese Zeremonien gipfelten später im “cha-no-yu“, der japanischen Teezeromonie. Das “cha-no-yu” wird als Art Meditation durchgeführt und soll innere Ruhe und Frieden bringen.

Anbau und Produktion

Die Teepflanzen, aus denen Matcha hergestellt wird, werden vor der Ernte circa 21-28 Tage lang beschattet. Durch die Überschattung bildet sich in den Teeblättern viel Chlorophyll und ein eine Mischung verschiedener Aminosäuren. Diese verleihen dem fertigen Tee eine tiefe und dunkle Farbe. Darüber hinaus entwickelt sich durch die Aminosäuren ein intensives Umami, was dem Matcha seinen typischen grasigen und oft algenartigen Geschmack verleiht.

Abdeckt werden die Pflanzen mit sogenannten “Kabusen”, großen schwarzen Netzen, welche nur einen Bruchteil des Sonnenlicht durchlassen. Besonders teure Teesorten werden mit Reisstrohmatten überschatten. Diese Überschattungsart nennt man “Tana-Honzu-Technik”. Diese Technik ist die aufwendigste Form der Überschattung. Die Matten aus Stroh sorgen für ein natürlicheres und angenehmeres Klima für die Pflanzen. Unter den Matten sammelt sich weniger Wärme an, was Vorteilhaft für die Teequalität ist. Zudem gibt der Reisstroh bei Regenfällen zusätzliche Mineralien an den Boden ab und dient als natürliches Düngemittel.

Ernteprozess Matcha Tee

Die Ernte von Tee erfolgt in Japan von hochspezialisierten Erntemaschinen. Zum einen weil es in Japan zu wenig Erntehelfer gibt, zum anderen weil das Ernten mit Maschinen mittlerweile auf extrem präzisen und hochwertigen Niveau möglich ist. Für die hochqualitativsten Sorten werden die obersten Blätter der Teepflanze gepflückt, da diese einen intensiven und vollmundigsten Geschmack ergeben.

Geerntet wird Tee in Japan vom Frühjahr bis in den Spätsommer. Die Ernteperioden setzen sich wie folgt zusammen:

  1. Pflückung/ Ichibancha: Hochwertigste Pflückung im Frühjahr von April bis Mai
  2. Pflückung/ Nibancha: weniger hochwertige, aber noch immer solide Pflückung im Sommer von Juni bis Juli.
  3. Pflückung/ Sanbancha: Vorletzte Pflückung mit eher geringer Qualität
  4. Pflückung/ Yonbancha: Letzte Pflückung mit geringster Qualität im September
Organic tea farm Uji Japanese tea garden
Ordentlich angelegte Teefelder unserer Teefarm in Uji!

Herstellungsprozess: Vom Feld zum fertigen Matcha

Nach der Ernte wird der Tee sofort weiterverarbeitet. Der frische und helle Charakter der Teeblätter soll best möglichst erhalten bleiben. Zunächst werden die Teeblätter gedämpft. Durch das heiße Dämpfen werden die Enzyme innerhalb der Teeblätter deaktiviert und so eine Oxidation unterbunden. Ebenso ergibt sich durch das Dämpfen der frische und grasige Charakter vieler japanischer Grüntees.

Danach werden die Teeblätter etwas getrocknet und leicht zerkleinert. Das Blattmaterial für Matcha wird, im Gegensatz zu allen anderen Teesorten, nicht gewalzt oder gerollt. Nach der Zerkleinerung werden die Blätter nur getrocknet. Im Anschluss gelangt das Blattmaterial in eine Röhre, durch die ein konstanter Luftstrom geht. Das leichte Blattgewebe wird dabei nach Oben gepustet und so von den schwereren Blattadern und Stängeln getrennt. Der nun entstandene Tee, welche nur aus dem Blattgewebe besteht, bezeichnet man als Tencha 点茶.

Der Tencha kann nun zu feinem grünen Pulver vermahlen werden. Bei niedrigeren Qualitätsstufen geschieht dies auf Mühlen aus Keramik. Die hochwertigsten Sorten werden dagegen auf Granitmühlen vermahlen. Dabei ist es äußerst wichtig, dass der Tee langsam vermahlen wird. Wir der Tee nämlich zu schnell gemahlen, dann entsteht zu viel Wärme und der Tee verliert an Qualität. Um 30 g Tee zu vermahlen benötigt eine Granitmühle ungefähr eine Stunde.

 

Matcha Qualität – worauf muss man beim Kauf achten?

Zunächst sollte es sich stets um originalen Matcha aus Japan handeln. Matcha ist ein wertvolles, aber auch teures Produkt. Es gibt daher viele billige Alternativen, welche meistens auch China stammen. Dieser Fake-Matcha ist geschmacklich wesentlich schlechter als echter Matcha aus Japan.

Echter und guter Matcha lässt sich meistens schon an der Farbe erkennen. Schlechtes fake Matchapulver hat eine gelbliche Farbe. Gute Qualitäten sind hellgrün. Die absoluten Spitzenqualitäten besitzen eine tiefe, dunkle Grüne Farbe.

Auch der Geruch sagt viel über die Qualität auch. Hohe Teequalitäten zeichnen sich durch einen frischen, duftigen und aromatischen Geruch aus. Schlechte Sorten dagegen riechen eher robust, muffig oder nach gar nichts. Auch die Textur ist beim Matcha wichtig. Das Pulver sollte so fein sein wie möglich, damit sich der Tee beim Aufgießen besser mit dem Wasser vermischt.

Von höchster Wichtigkeit ist aber natürlich der Geschmack. Topqualitäten zeichnen sich durch ein intensives Umami und eine prägnante grasige und frische Note aus.

Zubereitung Matcha Tee – Tipps und Tricks

Das Zubehör für die Matcha Zubereitung:

Chasen Der Bambusbesen: damit wird der Matcha aufgeschlagen
Chaskaku Bambuslöffel, um den Tee zu dosieren
Chawan Spezielle Matcha-Schale mit breiter Form
Teetuch Um alles reinlich und sauber zu halten.
Das richtige Wasser Sauber und möglicht mit geringen Kaltgehalt.

Matcha Tee grüner Tee Grünteepulver

 

Die Zubereitung von Matcha

Im Folgenden Video zeigen wir die Zubereitung von japanischem Matcha Tee:

 

Matcha Zubereitung – Schritt für Schritt Anleitung

Schritt 1:

Matcha zuzubereiten ist nicht schwer. Um das grüne Pulver später besser schaumig schlagen zu können, sollte man aus dem Matcha zunächst eine Paste anrühren. Dazu nimmt man circa 2 g Teepulver und mischt 20 ml Wasser bei. Im Anschluss alles mit dem Chasen zu einer gleichmäßigen Paster vermengen. Das verhindert die Bildung von Klumpen.

Matcha Tee grüner Tee Grünteepulver
Das Matcha zu einer feinen Paste verrühren!

Schritt 2:

Nun weitere 100 ml Wasser zu der Paste hinzugeben und alles vermengen. Jetzt geht es an’s eingemachte: schlage den Matcha mit einer “M” förmigen Bewegung schön schaumig!

Matcha Tee grüner Tee Grünteepulver
Alles schön schaumig schlagen!

Schritt 3:

Der wichtigste Schritt von allen! Jetzt kannst Du Deinen Matcha genießen! 🙂

Matcha Tee grüner Tee Grünteepulver
Fertig!

Pflege des Zubehörs

Das Zubehör für die Matcha-Zubereitung kann bei häufiger Benutzung schnell schmutzig werden, weshalb es wichtig ist, alle Utensilien regelmäßig zu reinigen und zu Pflegen. Der Chasen ist das wohl wichtigste Werkzeug für die Zubereitung von Matcha. Der Bambusbesen sollte vor der Nutzung 2-3 Minuten lang in Wasser gestellt werden. Dadurch werden die Borsten schön geschmeidig und brechen beim Aufschlagen nicht.

Der Bambuslöffel sollte nach jeder Nutzung mit einem trockenen und sauberen Tuch abgewischt werden, sodass kein Pulver auf dem Löffel verbleibt. Tut man dies nicht, kann sich der Grüntee in dem Bambusholz festsetzen und dauerhaft verunreinigen.

Auch die Schale, der Chawan, solle nach jedem genussvollen Matcha-Moment gereinigt werden. Auch vor dem Zubereiten des Matcha empfiehlt es sich, die Schale einmal durchzuspülen. So wird jeglicher Staub und Schmutz aus der Schale entfernt. Matcha ist ein überaus hochwertiges Produkt und man möchte keinerlei Verunreinigungen im fertigen Getränk haben.

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